Crans Montana

Crans Montana

Veröffentlicht:

Dienstag, 06.01.2026
von Red. TB

Alle 40 Todesopfer des verheerenden Barbrandes in Crans-Montana wurden mittlerweile von den Schweizer Behörden identifiziert. Darunter befinden sich viele Minderjährige, die jüngste eine 14-jährige Schweizerin. Die Opfer stammten aus verschiedenen Ländern, darunter 21 aus der Schweiz, neun aus Frankreich, sechs aus Italien, sowie einzelne aus Belgien, Portugal, Rumänien und der Türkei. Besonders erschütternd: 20 der Todesopfer waren minderjährig.

Neben den Todesopfern wurden auch die 119 Verletzten identifiziert. Die meisten von ihnen befinden sich mit schweren Verbrennungen in kritischem Zustand. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurden mehrere Patienten in spezialisierte Kliniken in Nachbarländern wie Deutschland verlegt. Die Schweiz selbst hatte nicht genug Kapazitäten, um alle Verletzten angemessen zu behandeln.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Betreiber der Bar Le Constellation, einem französischen Paar. Ihnen werden fahrlässige Tötung, Körperverletzung und fahrlässige Verursachung des Brandes vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass aktuell keine Untersuchungshaft verhängt wird, da kein Verdacht auf Fluchtgefahr oder Kollusion bestehe. Es wird vermutet, dass der Brand durch funkensprühende Partyfontänen, die an Champagnerflaschen angebracht waren, ausgelöst wurde.

Experten stellen infrage, ob die Bar ausreichend Notausgänge hatte und ob die Materialien unter der Decke, die vermutlich der Schalldämpfung dienten, den gesetzlichen Vorgaben entsprachen. Der Barbetreiber hatte in Medien erklärt, dass das Lokal mehrfach überprüft wurde und alles den Vorschriften entsprach.

Inmitten der Trauer kamen Hunderttausende zu einem Trauermarsch in Crans-Montana, der mit Applaus für die Rettungskräfte endete, die als wahre Helden gefeiert wurden. Viele Anwohner äußerten sich dankbar, dass die Opferzahl nicht noch höher ausfiel, da die Einsatzkräfte binnen kürzester Zeit vor Ort waren.

Am Freitag, dem 9. Januar 2026, wird in der Region ein nationaler Trauertag abgehalten. In der ganzen Schweiz wird um 14 Uhr eine Schweigeminute eingelegt und die Kirchenglocken läuten, um der Opfer zu gedenken. Auch eine offizielle Gedenkzeremonie für die Opfer und ihre Angehörigen wird in Crans-Montana stattfinden. Die Schweizer Regierung betonte, dass alles unternommen wird, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und diese „unermessliche Tragödie“ zu klären.

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