Goldpreis nach Zoll-Entwarnung aus den USA wieder stabil

Goldpreis nach Zoll-Entwarnung aus den USA wieder stabil

Veröffentlicht:

Dienstag, 12.08.2025
von Red. LF

Der internationale Goldmarkt zeigt sich nach den jüngsten Turbulenzen wieder gefasst. Am Dienstagmorgen wurde eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) an der Börse in London zu 3.348 US-Dollar gehandelt – rund sechs Dollar mehr als am Vortag. Damit hat sich der Preis des Edelmetalls nach den Ausschlägen zu Wochenbeginn stabilisiert.

Auslöser der kurzfristigen Nervosität war ein Bericht der Financial Times, der vor wenigen Tagen die Möglichkeit neuer US-Zölle auf bestimmte Goldprodukte ins Spiel gebracht hatte. Besonders betroffen wäre demnach die Schweiz gewesen, die zu den wichtigsten Verarbeitungs- und Exportzentren für Gold weltweit zählt. Diese Meldung hatte den Goldpreis zeitweise nach oben getrieben, da Marktteilnehmer steigende Importkosten und damit ein engeres Angebot befürchteten.

Die Verunsicherung am Markt nahm jedoch ein abruptes Ende, als US-Präsident Donald Trump am Montag höchstpersönlich Klarheit schuf. Über seine Plattform Truth Social erklärte er kurz und prägnant: „Gold wird nicht mit Zöllen belegt.“ Diese eindeutige Absage an Handelshemmnisse nahm dem Thema umgehend die Brisanz und führte zu einer leichten Korrektur der zuvor gestiegenen Preise.

Analysten sehen die aktuelle Preisentwicklung als Beleg dafür, wie empfindlich der Goldmarkt auf politische Signale reagiert. Kurzfristige Schlagzeilen können deutliche Ausschläge verursachen, selbst wenn die fundamentalen Marktdaten stabil bleiben.

Für die kommenden Tage erwarten Marktbeobachter eine eher seitwärts gerichtete Entwicklung des Goldpreises. Die Debatte um mögliche US-Zölle dürfte vorerst vom Tisch sein. Stattdessen rücken nun wieder klassische Preistreiber wie die Zins- und Geldpolitik der US-Notenbank, die Inflationserwartungen sowie geopolitische Spannungen in den Vordergrund.

Einige Experten weisen zudem darauf hin, dass die rasche Reaktion Trumps ein Signal an die internationalen Märkte sein könnte, dass die USA trotz ihrer protektionistischen Tendenzen im Bereich strategischer Rohstoffe wie Gold keine zusätzlichen Hürden errichten wollen – zumindest vorerst.

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