Wie entstehen Diamanten?

Wie entstehen Diamanten?

Veröffentlicht:

Samstag, 08.07.2023
von Red. TB

Diamanten entstehen unter extremen Bedingungen in den Tiefen der Erdkruste. Der Prozess ihrer Entstehung wird als diamantbildender Prozess bezeichnet und umfasst drei Hauptphasen: Kohlenstoffquelle, Druck und Temperatur.

  1. Kohlenstoffquelle: Die Hauptquelle für den Kohlenstoff, der für die Bildung von Diamanten benötigt wird, sind organische Materialien, insbesondere pflanzliche und tierische Überreste. Im Laufe der Zeit werden diese Materialien unter hohem Druck und hoher Temperatur zu Kohlenstoff umgewandelt.
  2. Druck: Diamanten entstehen in der Regel in den Tiefen der Erdkruste, in einer Tiefe von etwa 150 bis 200 Kilometern. An diesem Punkt herrscht ein enormer Druck, der für die Bildung von Diamanten notwendig ist. Dieser Druck entsteht durch die Überlagerung von Gesteinsschichten und tektonische Aktivitäten.
  3. Temperatur: Neben dem hohen Druck sind auch hohe Temperaturen erforderlich, um Diamanten zu bilden. In den tieferen Bereichen der Erdkruste sind die Temperaturen ausreichend hoch, um den Kohlenstoff in eine diamantartige Struktur umzuwandeln.

Der diamantbildende Prozess erfolgt über einen sehr langen Zeitraum, möglicherweise mehrere Milliarden Jahre. Das Gestein, das die Diamanten enthält, wird durch tektonische Bewegungen an die Erdoberfläche gebracht, entweder durch vulkanische Aktivitäten oder durch Erosion und Aufwölbung der Erdkruste. Diamanten werden häufig in sogenannten Kimberlitröhren oder alluvialen Ablagerungen gefunden, wo sie von Minenbetreibern abgebaut werden können.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Kohlenstoffquellen und Bedingungen in der Erdkruste zur Bildung von Diamanten führen. Die meisten organischen Materialien werden zu Graphit umgewandelt, während die Bildung von Diamanten selten ist. Daher sind Diamanten aufgrund ihrer Seltenheit und der spezifischen geologischen Bedingungen, die zu ihrer Bildung führen, wertvoll und begehrt.