Am 30. März 2026 zeigt Gold erneut Lebenszeichen: Zum zweiten Handelstag in Folge zieht der Preis an. Der Spotpreis steigt um 0,6 Prozent auf 4.518,57 US-Dollar je Feinunze, während die Gold-Futures um 0,7 Prozent auf 4.557,50 US-Dollar zulegen.
Doch trotz dieser leichten Erholung bleibt die Lage angespannt. Denn der Blick auf den Gesamtmonat zeigt ein deutlich düstereres Bild: Gold steuert im März auf ein Minus von mehr als 14 Prozent zu – und damit auf den schwächsten März seit der Finanzkrise 2008.
Der Markt steckt in einem Spannungsfeld: Einerseits sorgt die geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten für Nachfrage nach dem klassischen „sicheren Hafen“ Gold. Andererseits drücken Inflations- und Zinssorgen auf die Stimmung. Vor allem die hohen Energiepreise nähren die Angst vor weiter hartnäckiger Inflation – und damit vor einer länger straffen Geldpolitik, die zinslose Anlagen wie Gold unattraktiver macht.
Auch bei den anderen Edelmetallen ging es am 30. März deutlich nach oben:
Silber verteuerte sich um 1,0 Prozent auf 70,27 US-Dollar je Unze,
Platin legte um 1,6 Prozent auf 1.891,71 US-Dollar zu,
und Palladium sprang sogar um 2,9 Prozent auf 1.416,47 US-Dollar.
Unterm Strich bleibt damit ein widersprüchliches Bild: Die Tagesgewinne bringen kurzfristig Hoffnung – doch der März bleibt für Gold ein bitterer Rückschlag.

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