Am Edelmetallmarkt zeigt sich zum Wochenschluss ein gemischtes Bild: Gold konnte am Freitag zwar leicht zulegen, steuert insgesamt aber auf den zweiten Wochenverlust in Folge zu. Der aktuelle Tagesimpuls bleibt damit positiv – auf Wochensicht überwiegt jedoch weiter die Zurückhaltung der Anleger.
Laut Reuters stieg der Spot-Goldpreis am Freitag um 0,8 Prozent auf rund 5.118,39 US-Dollar je Unze, liegt im Wochenvergleich aber dennoch etwa ein Prozent im Minus. Damit bleibt der Druck auf den Markt bestehen – trotz kurzfristiger Erholung.
Als zentrale Belastungsfaktoren gelten derzeit ein stärkerer US-Dollar sowie anhaltende Inflationssorgen. Beides dämpft die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed – ein entscheidender Punkt für den Goldmarkt. Denn höhere oder länger hoch bleibende Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für zinslose Anlagen wie Gold und machen das Edelmetall für viele Investoren weniger attraktiv. Reuters verweist zudem darauf, dass der Dollar auf Wochensicht weiter zulegte und damit zusätzlichen Gegenwind für Gold erzeugte.
Damit ist die Lage klar: Der wichtigste Makro-Treiber für Gold und den gesamten Edelmetallsektor bleibt derzeit die Zinsperspektive in den USA. Solange Inflationsrisiken hoch bleiben und der Dollar stark notiert, dürfte der Markt anfällig für weitere Rücksetzer bleiben – auch wenn geopolitische Unsicherheit Gold grundsätzlich stützt.
