Gefälschte Festgeldangebote im Netz – RA Reime erklärt, wie man sich vor Plattformen wie julian-ritter.de schützt

Gefälschte Festgeldangebote im Netz – RA Reime erklärt, wie man sich vor Plattformen wie julian-ritter.de schützt

Veröffentlicht:

Mittwoch, 30.07.2025
von Red. LF

Interviewer: Herr Reime, die BaFin warnt vor der Website julian-ritter.de. Was macht diesen Fall besonders riskant?

RA Reime: Der Fall ist besonders perfide, weil mit vertrauten Produkten wie Festgeld und Tagesgeld geworben wird – viele Verbraucher halten diese Angebote automatisch für sicher. Doch ohne Zulassung durch die BaFin handelt es sich um illegale Bankgeschäfte, bei denen das Geld schnell verloren sein kann.

Interviewer: Wie können Verbraucher solche Fake-Angebote erkennen?

RA Reime: Wichtige Warnzeichen sind:

  • Keine Eintragung in der BaFin-Unternehmensdatenbank

  • Keine oder unklare Anbieterinformationen (z. B. fehlendes Impressum)

  • Überdurchschnittlich hohe Zinsen oder „exklusive“ Angebote

  • Kontaktaufnahme über E-Mail oder Messenger statt über klassische Bankwege

Interviewer: Was sollten Betroffene tun, die bereits investiert haben?

RA Reime:

  1. Zahlung sofort stoppen und die Bank kontaktieren

  2. Anzeige bei der Polizei erstatten

  3. Beweise sichern (Screenshots, E-Mails, Transaktionsdaten)

  4. BaFin informieren

  5. Bei hohen Beträgen: juristischen Beistand suchen

Interviewer: Was raten Sie zur Vorbeugung?

RA Reime:

  • Prüfen Sie jeden Anbieter in der BaFin-Datenbank

  • Lassen Sie sich nicht von Zinsversprechen blenden

  • Im Zweifel lieber keine Anlage als eine riskante – und rechtzeitig unabhängigen Rat einholen